Das Hodgkin-Lymphom ist eine bösartige Wucherung der lymphati-schen Zellen, die üblicherweise in einem Lymphknoten entsteht. Mit anderen Worten, es stellt eine Entartung von lymphatischen Zellen dar. Diese Zellen sind in ihrer biologischen Funktion eingeschränkt, sie vermehren sich unkontrolliert und können in andere Organe ein-wandern, wo sie zur massiven Verschlechterung der Organfunktion führen können. Außerdem sind die entarteten Lymphozyten in ihrer Funktionstüchtigkeit eingeschränkt, was eine Verschlechterung der Infektabwehr zur Folge hat.
Die Entwicklung der Erkrankung beginnt im allgemeinen in einem Lymphknoten und breitet sich dann auf benachbarte Lymphknotenre-gionen aus, bis auf dem Blutweg schließlich Organe wie z.B. die Le-ber oder die Nieren erreicht werden. Häufig wird im Rahmen dieser Ausbreitung dann auch das Knochenmark, der Ort der Blutbildung, befallen.
Lymphome machen etwa 1 % aller bösartigen Neubildungen aus, jähr-lich erkranken etwa 4 von 100.000 Einwohnern neu an dieser Erkran-kung. Oftmals tritt die Erkrankung im jungen Erwachsenenalter (Men-schen um die 25 Jahre) auf. Aber auch im späteren Lebensalter (um die 60 Jahre) kann die Erkrankung auftreten. Männer sind etwas häu-figer betroffen, als Frauen.
Die Entstehung der Lymphome ist noch immer ungeklärt.


