Medizinische Klinik und Poliklinik für Onkologie und Hämatologie Charité Campus Mitte Jahrgang 10 3/2005
Gesichter

Nadine Schönau
Liebe Leser, mein Name ist Nadine Schönau, ich bin das neue Mitglied der Onkologischen Poliklinik. Im Team von Prof. Ruhnke bieten wir den Patienten der Tagesklinik und der Ambulanz die Möglichkeit einer kostenfreien Beratung hinsichtlich ihrer Ernährung. Hierzu erfassen wir als Erstes die Ernährungsgewohnheiten auf die je nach Anamnese, Erkrankung und dem Wissen des Patienten eine umfassende Ernährungsberatung folgt, um eine Verbesserung des Ernährungszustandes zu bewirken. Das spielt eine große Rolle bei der Behandlung von Krebserkrankungen, da es durch Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen zum Abbau von Fettmasse und Muskelmasse kommt, was auch den Herzmuskel und damit die Leistungsfähigkeit des Herzens beeinträchtigt. Um im Verlauf zu kontrollieren wie sich ihre Körperzusammensetzung möglicherweise verändert, werden regelmäßige BIA (Body Impedanz Analyse) -Messungen durchgeführt. Durch eine geringe Menge Strom, die durch den Körper geleitet wird, können wir feststellen wie hoch die Muskelmasse, Fett- und Wassermenge im Körper ist.

Damit Sie auch mich etwas näher kennen lernen, will ich mich nun kurz vorstellen. Während meiner Laufbahn als Diätassistentin durchlief ich eine Vielzahl an Tätigkeiten rund um den Bereich der Ernährung. Angefangen in einer Praxis für Ernährungsberatung, über die Betreuung von übergewichtigen Kindern, die Planung, Kontrolle und Herstellung von Mahlzeiten in einer Krankenhausküche und als Diätassistentin in einem Hotel mit angeschlossenem Seniorenheim. Den Beruf der Diätassistentin wählte ich, weil er zum Einen sehr vielfältig ist und mir zum Anderen die Möglichkeit gibt, mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen. Aber auch weil ich, im Gegensatz zu vielen Vermutungen gern esse und koche (und keine Diäten halte) und so mein Hobby mit meinen Interessen verbinden kann.

Als echte Heiligenseeerin, jetzt Pankowerin, fahre ich gerne Fahrrad und Motorrad, spiele gerne Volleyball und treffe mich mit Freunden zum gemeinsamen Kochen oder zu Spielabenden. Treu meinem Prinzip, „lieber selber machen als zuschauen“ (so kam ich auch zum Motorradführerschein), habe ich dieses Jahr meine ersten Erfahrungen im Angeln (in norwegischen Gewässern) gesammelt. Nun gibt es Makrele satt und da ich sehr experimentierfreudig bin, habe ich schon die ersten Ideen für eine ausgefallene Zubereitung.

Trotz meiner starken Naturverbundenheit, die ich in Norwegen ausleben konnte, bin ich froh Berlinerin zu sein, da mir die Abwechslung und Vielfalt privat genauso wichtig ist wie in beruflicher Hinsicht. Deshalb habe ich viel Freude bei meiner Arbeit in der Onkologischen Klinik und würde mich freuen auch Sie kennen zu lernen, um Sie mit Rat und Tat in Ernährungsfragen unterstützen zu können.