Arbeitsgruppe Mammakarzinom

Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit steht die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten des Mammakarzinoms, sei es in der adjuvanten oder in der metastasierten Therapiesituation. Dies beinhaltet sowohl die medikamentöse Therapie mit der gezielten zytostatischen und hormonellen Therapie, als auch die Supportivtherapie und nicht zuletzt die Verbesserung der Lebensqualität.

Die Erforschung neuer Substanzen stellt einen wesentlichen Schwerpunkt dar. Insbesondere die Signaltransduktionswege vom Mammakarzinomzellen werden  näher untersucht. Der MTOR-Pathway, die Wirkung von RAD001 in Kombination mit anderen Zytostatika stellen ein Schwerpunktthema dar. Im Labor werden neue Hormone oder Zytostatika an Mammakarzinomzellinien auf ihre Wirksamkeit und Wirkmechanismen hin überprüft, in klinischen Studien werden neue Substanzen bezüglich ihrer Toxizität und Wirksamkeit und gegebenenfalls im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie untersucht. Letzteres beinhaltet für Patienten die Möglichkeit, u. a. von nicht zugelassenen Substanzen, die anderweitig noch nicht erhältlich sind, zu profitieren.

Eine weiteres durch die Berliner Krebsgesellschaft gefördertes Projekt beschäftigt sich mit der Erforschung tumorassoziierter Fibroblasten als therapeutischem Angriffspunkt.

Die Forschungsziele und Projekte werden von der Forschungsgruppe autonom bestimmt. Für die unterschiedlichen Fragenstellungen wird jeweils versucht Forschungsgelder über Stiftungen wie die Krebsgesellschaften, die DFG oder BMBF einzuwerben. Klinische Studien zur Wirksamkeit neuer Substanzen beim Mammakarzinom oder zur Therapieoptimierung können auch durch die Industrie unterstützt werden.

Laborexperimentelle Schwerpunkte sind zur Zeit die Testung neuer Hormonrezeptor-, EGFR- und Her2neu-Liganden in vitro, deren Einfluss auf die Rezeptorexpression und die Signaltransduktionswege sowie deren Fähigkeiten Apoptose und Zellzyklusarrest zu induzieren. Darüber hinaus wird das Wirkprofil anderer potentiell zytostatischer Substanzen beim Mammakarzinom analysiert.

Ferner führen wir klinische Untersuchungen über Angst und Depressionen bei Patienten mit einer Tumorerkrankung durch. Zur schnellen Erfassung von psychischer Begleitmorbidität wurde ein Zwei-Item Kurzinterview validiert, darüber hinaus wird der Einfluss von Angst auf die Entwicklung einer Depression bei Tumorpatienten untersucht.

Ansprechpartner:

Priv.-Doz. Dr. med. Jan Eucker

Eucker

Leiter der Onkologie am CBF, Leiter AG Mammakarzinom

CharitéUniversitätsmedizin Berlin

CCM: Campus Charité Mitte

CharitéCentrum Tumormedizin CC14

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie

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