Allgemeine Verhaltensempfehlungen

Was ist noch zu beachten?

Ernährung

Eine spezielle „Krebsdiät“ gibt es nicht!
Versuchen Sie, sich während der Chemotherapie möglichst ausgewogen zu ernähren. Auch wenn sie appetitlos sind, sollten Sie versuchen, regelmässig zu essen. Trinken Sie viel Flüssigkeit (mindestens zwei Liter pro Tag, ohne Kaffee und schwarzen Tee gerechnet). Gegen kleinere Mengen alkoholischer Getränke ist nichts einzuwenden. Sollten Sie eine sehr hochdosierte Therapie bekommen, wird diese unter stationären Bedingungen durchgeführt. Hier ist manchmal eine spezielle keimarme Ernährung nötig, über die Sie Ihr Arzt im Detail aufklären wird.

Körperliche Aktivität

Soweit es Ihr Befinden zulässt, können Sie Ihrer Arbeit und den üblichen Aktivitäten ruhig nachgehen - sie sollten dies sogar tun, da Untersuchungen gezeigt haben, dass körperlich aktive PatientInnen mit mäßiger körperlicher Aktivität die Therapie unterstüzen können. Eine abnehmende Leistungsfähigkeit ist allerdings nicht ungewöhnlich. Passen Sie Ihre Aktikvitäten entsprechend an.

Zusätzliche Maßnahmen

Einige Patienten haben das Bedürfnis, zusätzliche Maßnahmen, wie z.B. die Einnahme von sog. Immunstimulantien (z.B. Mistelpräparate) zur Genesung zu ergreifen. Bevor Sie zusätzliche Medikamente nehmen, sollten Sie die behandelnden Ärzte informieren, um Wechselwirkungen mit den hier verabreichten Medikamenten zu vermeiden.

Hausarzt

Ihr Hausarzt ist für Sie und uns ein wichtiger Partner während der Behandlung und in der Zeit danach. Damit Sie möglichst viel Zeit während der Behandlung zu Hause verbringen können, arbeiten wir gerne eng mit ihm zusammen.

Zahnarzt

Die Behandlung beim Zahnarzt sollte nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt erfolgen, da durch eine erhöhte Infekt- und ggf. auch Blutungsgefahr Eingriffe im Bereich der Zähne und des Zahnfleisches, etwa Parodontosebehandlungen oder das Ziehen von Zähnen, riskanter sein können. Wenn möglich, sollten solche Eingriffe am besten vor Einleitung der Chemotherapie oder danach erfolgen.

Zum Schluss...

...nochmals die Aufforderung, Fragen und Ängste, die Sie während der Behandlung bewegen, mit einem Ihrer Ärzte zu besprechen. Bei Unklarheiten oder in Notfällen stehen wir Ihnen möglichst auch telefonisch gerne zur Verfügung. Eine Zusammenstellung der Rufnummern finden Sie auf der Rückseite dieser Broschüre.